Mouse in the house – part 2
- betaullings
- vor 22 Stunden
- 3 Min. Lesezeit

Normalerweise gibt es nur einen 2. Teil einer Story/eines Filmes, welche/-r sehr erfolgreich war. In unserem Fall jedoch liegt dies anders – es gibt einen Part 2, weil wir anscheinend nicht erfolgreich waren… aber der Reihe nach:
15.04, gegen 1600 Uhr: nach Grosseinkauf für rund 9 Tage sind wir im Boteti River Camp, wo wir 2 Nächte gebucht hatten, angekommen. Der ganze Proviant und alles Gepäck wurde zuerst mal ausgeladen. Als Tanja die beiden Campingstühle herausholte, entdeckte sie auf dem Sofa ein Pfefferminz-Bonbon, welches entzweigebrochen war. Diese Bonbons werden normalerweise vorne im «Aschenbecher» aufbewahrt. Sie hatte sich noch nicht viel dabei gedacht, sondern weiter ausgeräumt und aufgebaut. Als sie das Hubdach öffnete, fand sie im Bett ein Wasabi-Nüssli – respektive nur noch die Wasabischale ohne Nüssli. Da war ihr sofort klar, was das heissen muss und siehe da: 2 Sekunden später guckt eine kleine Maus vom hinteren Rand des Bettes, wo es einen kleinen Schlitz gibt, in Richtung Tanja.
Nun gut: wie bringt man diese Maus aus dem Bett, ohne sie zu töten? Tanja stand mit dem abgeschnittenen Besenstiel, welcher das Hubdach aufgeklappt hält, bereit. Berno klopfte von aussen gegen die Wand, wo sich die Maus befand. Nach einigen Versuchen rannte die Maus vom Fussende des Bettes Richtung Kopfende, wo Tanja bereitstand. Tanja schaufelte die rennende Maus mit dem Stock weiter Richtung Kopfende, wo die Maus dann in die untere Etage fiel. Tanja war sich sicher, dass die Maus zwischen Stossstange und Heck zu Boden fiel und sich somit nicht mehr im Inneren befand.
Die Tatsache, wieder (oder immer noch) eine Maus bei uns zu haben hiess natürlich, alle Vorratsschränke erneut zu durchsuchen und siehe da: überall angebissene Kartons, Papierchen, teilweise Mausekot, angeknabbertes Orangensaft-Tetrapack (schliesslich wollte die Maus nicht verdursten)… Also erneut: alles herausnehmen, alles putzen, noch besser in Tupperwares verstauen (obwohl auch diese teilweise angeknabbert waren). Nach getaner Arbeit, welche jedoch noch durch nicht hervorgesagte Gewitter unterbrochen worden war, wurde alles wieder verstaut und eingeräumt. So! Maus weg, alles gut (ausser Wetter).
In der Nacht sind Tanja und Berno ab und zu erwacht und hatten das Gefühl, komische leise Geräusche aus dem Vorratsschrank zu hören. Sie konnten nicht genau orten, ob die Geräusche von drinnen oder doch von draussen stammen und zogen in Betracht, dass sie nun, nach all den Mausgeschichten, sich einfach einbildeten, aus dem Schrank erneut eine Maus zu hören (sprich «die Flöhe husten hören»). Berno setzte sich mitten in der Nacht noch auf das Sofa, um besser orten zu können, woher das Gekratze kam – ohne grossen Erfolg.
16.04, Vormittag: kurz vor dem Abfahren entdeckte Berno hinter dem Beifahrersitz (quasi in seiner Werkstatt) erneut ein Pfefferminz-Bonbon. Daneben – und hier kommt der eindeutige Beweis – befindet sich jeweils ein Ziplock-Sack mit Biltong (Trockenfleisch) für den kleinen Snack. Diesen Sack hat Tanja gestern nach Ankunft und nach dem Rauswurf des Bett-Mäuschens bereitgelegt. Somit ist der Beweis eindeutig, dass wir immer noch eine Maus an Bord haben!
Was jetzt? Sorry liebe Tierfreunde – für uns gibt es jetzt nur noch eine Lösung: wir müssen Gebrauch von unserem Mausegift machen, welches wir in Story Nr. 1 gekauft haben. An ein paar wenigen Orten in meinem Inneren befinden sich nun kleine rosafarbene Giftköder und warten darauf, gefressen zu werden. Ist nicht unsere privilegierte Art und Weise, den Mäusen den Garaus zu machen, aber eine andere Alternative haben wir nicht. Sollte die Maus wirklich von dem Gift fressen und im Innern von mir sterben: dann hoffen wir ganz fest, dass sie irgendwo stirbt, wo Tanja und Berno (wohl eher Tanja, denn Berno hat bei solch anstehenden Arbeiten immer grade was ganz Wichtiges zu tun und findet keine Zeit 😊) sie herausnehmen und «beerdigen» können. Wenn sie irgendwo stirbt, wo Tanja und Berno nicht hingelangen und sie nicht entfernen können, dann gibt es vielleicht eine recht unappetitlich riechende Story Nr. 3.
Keep fingers crossed dass es keine Story Nr. 3 gibt.














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